Öfters wurde ich jetzt schon gefragt, wann der Krötenbär denn in den Kindergarten geht, ob ihm nicht langweilig ist, ob ich ihn zu Hause genug fördern kann. All diesen Fragen beantworte ich gern, komm mir aber immer ein bißchen komisch vor.
Warum ich mich komisch fühle bei diesen Fragen?
Zum einen impliziere ich in das Gesagte immer die Unterstellung, dass es dem Krötenbär zu Hause nicht gut geht, na ok vielleicht nicht ganz so krass, sondern eher dass es ihm mit Kindergarten besser gehen würde. Klar, dass ist etwas was ich höre und nicht was mein Gegenüber sagt. Wahrscheinlich ist es wirklich nur Interesse, dass uns motivert solche Fragen zu stellen. Erfahrungen zu hören und abzuspeichern vielleicht um sie selbst igrendwann zu nutzen. Vielleicht...
Zum Anderen muss ich immer daran denken, dass ich selbst auch nicht vor 3 Jahren im Kiga war und es mir nicht geschadet hat, glaub ich zumindest. Wenn wir nun heutzutage der Meinung sind, Kinder müssen immer früher in die Krippe/ den Kindergarten weil man sie nur dort optimal fördert, haben unsere Eltern es dann falsch gemacht? Hat uns etwas gefehlt? Kann ich irgendwas nicht, weil ich erst mit 3 in den Kindergarten gegangen bin?
Ich weiss das Angebot der Kindergärten sehr zu schätzen, und auch dass es immer mehr Plätze für unter 3-jährige und sogar unter 2-jährige gibt, denn in vielen Familien müssen beide Elternteile arbeiten gehen. Oder beide Elternteile wollen arbeiten gehen, auch das ist ja eine total normale Option.
Aber mehr Plätze für U-3 Kinder heißt eben nicht, dass jedes Kind unter 3 schon gehen "muss" oder nur dort gefördert wird. Leben und leben lassen ist hier wie so oft die Devise.
Was wir den ganzen Tag so machen?
Früh aufstehen ;) Der Krötenbär steht an den meisten Tag mit seinem Papa auf, die 2 verbringen dann noch Zeit zusammen, frühstücken, quatschen, spielen ein bißchen. Und der Papa macht sich für die Arbeit fertig, wenn dieser dann gehen muss kommt der Krötenbär entweder nochmal ins Bett zu mir oder wir stehen auf. Je nach Verfassung von uns Beiden. Wenn wir dann im Bett liegen hören wir manchmal ein Kinderhörspiel zusammen, Benjamin Blümchen ist jetzt schon sehr beliebt. Ist eben Mamas Sohn :D
Vormittags gehen wir dann erstmal mit unseren Hundemädels raus, ziehen uns also alte Klamotten an und krauchen durch Wald und Flur. Im Moment kommen wir meist klitschnass nach Hause. Nicht schön, kann ich Euch sagen.
Wir malen unser Balkonfenster an, kneten kleine Kugeln um sie dann wieder platt zu hauen, wir bauen Türme und schmeißen sie um, wir malen tausende von Herzchen auf ein Blatt (ok ich, nach Anweisung), wir fahren Puky oder BMW, wir hören Musik, wir tanzen, hüpfen und singen, wir spielen mit der großen Holzlok oder dem Mähdrescher, wir spielen mit den Duplo-Tieren, wir beobachten Vögel und die Nachbarskatze, wir spielen mit Maddy und Sally, wir gehen in den Sandkasten, fahren Fahrrad (Krötenbär im Anhänger), machen Fotos, gehen auf den Spielplatz, fahren ins Schwimmbad, fahren zum Eltern-Kind-Turnen und und und...
Ihr lest schon unsere Tage sind voll, voll von Zweisamkeit, Spaß und Liebe. Vor meinem Sohn hätte ich niemals gedacht, dass ich wirklich einfach nur Mama sein kann, ok und Ehefrau ;), aber so ganz ohne Arbeit. Wer mich kennt weiß, ich habe vorher sehr viel gearbeitet und das auch soooo gern getan. Ohne Frage. Und heut denk ich mit Grauen daran, dass ich nächstes Jahr wieder ran muss. Nicht wegen der Arbeit, die mache ich ja wirklich gern. Sondern einfach, weil ich dann nicht merh so viel Zeit mit meinem Sohn habe und ich auch daran denke, wie ich meinen super flexiblen Beruf mit Kindergartenöffnungzeiten vereinbaren soll. Aber das wird sich alles finden...nächstes Jahr...
Soooo klein war der Krötenbär mal, gerade mal ein paar Stunden jung war er da. Mit dem Bild aus der Vergangenheit veraschiede ich mich heute von Euch, bis morgen Eure Sara